Erfahrungen mit Widerrufen und Rücktritt bei ModelsWeek

Ein Vertrag wird geschlossen damit man sich daran hält.
 


Erfahrungsbericht über Verträge mit der Lorraine Media GmbH

Im Interview am Telefon haben wir *Andreas N. aus Siegburg befragt (*Name geändert), der nicht erkannt werden will um seine Modelkarriere nicht zu gefährden.

Andreas schloss einen Vertrag bei der Lorraine Media GmbH ab. Tage nach Beauftragung wurde er verunsichert, weil Bekannte ihm erzählt haben, dass in den Medien ständig kunterbunte Meldungen über die Models-Week sowie Erfahrungsberichte aber auch Urteile auftauchen.

Andreas glaubte weit verbreiteten Lügenmärchen und brach in voller Hysterie aus. Er wollte nur noch „raus aus dem Vertrag“ und glaubte er könne diesen einfach widerrufen – wie die Bestellung einer Waschmaschine.

Ein unüberlegter Widerruf hat negative Erfahrungen zufolge

Schnell und unüberlegt schritt er zur Tat und verfasste einen Widerruf den er mit einem eingeschriebenen Brief an die Lorraine Media GmbH nach Berlin schickte mit der Überschrift: „Ich mache von meinem Widerrufsrecht gebrauch“.

Und so nahmen die Dinge ihren Lauf, denn die Lorraine Media GmbH räumte Andreas freiwillig ein Widerrufsrecht ein und forderte nun Wertersatz von ihm. Er dachte es sei unmöglich und fiel aus allen Wolken als er merkte, dass er sich durch das Widerrufen selbstverschuldet abgezockt hat. Ein Musterbeispiel weil sich nun die Frage stellt, ob der Auftraggeber selbst also Andreas überhaupt seriös ist.

Nach unseren Erfahrungen mit Modelsweek wäre es besser gewesen, er hätte sich bei einem seriösen Anwalt beraten lassen und sich nicht auf die zum Teil anonym verbreitete Gerüchte verlassen, weil sich bereits eine eindeutige Rechtsprechung in Form von Gerichtsurteilen etabliert hat – Urteile die von sogenannten „Verbraucherschützern“ gern ignoriert werden.

A) Nach § 312 BGB gibt es für seriöse Werbeverträge als Fotomodell oder Werbe Typ überhaupt kein Widerrufsrecht, da derartige Werbeverträge ja zwingend nicht zu einem „Privatgeschäft“ zählen, sondern auf eine gewerbliche Tätigkeit abzielen. Über diese Tatsache haben wir ein entsprechendes Musterurteil1 der Lorraine Media GmbH Berlin gefunden.

B) Da derartige Verträge seriös und häufig nicht im Sinne von § 312 b BGB aussherhalb von Geschäftsräumen geschlossen werden „Hier erfolgte der Vertragsschluss zwar in einem Hotel, dies ist jedoch als beweglicher Geschäftsraum im Sinne des § 312 Abs. 2 BGB anzusehen, da im Hinblick auf den Schutzzweck des § 312 b BGB maßgeblich ist, ob der Verbraucher mit dem Auftreten des Unternehmers rechnen musste oder ob eine Überrumpelungssituation vorlag (Palandt/Grüneberg, BGB, § 312 b, Rnr. 2)“. Musterurteil2

Freiwilliges Rücktrittsrecht bei Modelsweek seriös und nur der Form halber

Die Lorraine Media GmbH bekannt durch RTL, bietet einigen Kunden neben der normalen Kündigung erfahrungsgemäß freiwillig ein Widerrufsrecht an, dass jedoch die neu erlassenen Änderungen des aktuellen Widerrufsrechts berücksichtigt.

Nach diesem seriösen Gesetz muss der Auftraggeber nach dem Models-Week Login Wertersatz zahlen und zwar in einer Höhe, die sich am Preis und nicht mehr an den zum Zeitpunkt des Widerrufs der erbrachten Leistungen bemisst. So heisst es wörtlich: „Die Höhe des zu leistenden Wertersatzes bemisst das Gericht auf mindestens 90% der vereinbarten Vergütung, da die Klägerin den weit überwiegenden Teil der vereinbarten Leistungen bereits erbracht hat“.

Aber was heisst das nun tatsächlich?

urteileStatt eines Betrages für den Anzeigenauftrag bei Modelsweek in Höhe von 600,00 Euro muss ein Auftraggeber nur noch 550 Euro (90%) zzgl. Zinsen bezahlen. Da in der Regel der Auftraggeber und nicht die Firma Lorraine Media GmbH aus Berlin den Kontakt und Widerruf selbst verfasst hat, wird natürlich die gesamte Werbeanzeige auch nicht für einen einzigen Tag weder in der Modelsweek noch in der Modelzeitung oder Castingzeitung erscheinen, denn der Vertrag ist beendet, ganz anders als wenn man ihn normal kündigen würde. Musterurteil13

Hinzu kommen noch Gerichts- und Anwaltskosten der Lorraine Media in Höhe von 237,50 Euro zzgl. Zinsen. Wer sich durch einen eigenen Anwalt vertreten lässt muss dann auch diese Kosten ausgleichen, die bei ca. 150 Euro für das Verfahren liegen. Musterkostenbeschluss1

Im Anschluss an die bei der Lorraine Media GmbH zum Teil über mehrere Jahre dauernden Prozesse folgen laut Testberichten dann Kosten für die Pfändung von Gehalt oder Lohn beim Arbeitgeber, Besuche vom Gerichtsvollzieher zur Abgabe der eidesstattlichen Versicherung, negative Schufaeinträge etc. pp

Wie sieht die Rechnung mit Widerruf bei Modelsweek aus?

Im Ergebnis bedeutet das, statt üblicher Kosten für den normalen Models-Week Anzeigenauftrag plus Fotoshooting von 598 Euro:

550,00 Euro Wertersatz
237,50 Euro Gerichts- und Anwaltskosten
150,00 Euro eigene Anwaltskosten (diese kann man zwar einsparen, ist aber nicht zu empfehlen)
75,00 Euro Vollstreckungskosten
—————-
1.012,50 Euro zzgl. weitere laufender Zinsen

Traurige Bilanz
kosten
Sie riskieren ca. ganz taff 414,50 Euro zusätzlich an Gerichtskosten und Anwälte zu bezahlen, haben ein langwieriges Gerichtsverfahren vor sich.

Ein Widerruf ist bei www.models-week.de in diesem speziellen Fall ein teures und nutzloses Recht. Wir können die Anbringung eines Widerrufs an die Adresse der Lorraine Media nicht befürworten und das ist seriös (ernstgemeint).

Dieser Erfahrungsbericht stützt sich auf hochkarätige Rechtsprechung. Sollten Sie Zweifel an der Seriosität haben, können sie einen seriösen Anwalt konsultieren, um sich die Rechtslage bestätigen zu lassen. Weitere Urteile die wir zu diesem Thema im Internet gefunden haben finden sie hier:

Musterurteil4, Musterurteil5, Musterurteil6, Musterurteil7, Musterurteil8,
Musterurteil9, Musterurteil10, Musterurteil11, Musterurteil12, Musterurteil13,
Musterurteil14

Kommentare (7)

  1. Wetterfipse
     

    Mir geht es halt darum. Wir haben die Rechnung nicht bezahlt wurde vor Gericht gezerrt und sind verklagt worden zu zahlen. Trotz Widerruf. Das blöde ist das ich jetzt einen Schufaeintrag habe und ich diesen wie ich jetzt alles recherichiert habe nicht mehr wegbekomme… Der wird erstmal einige Jahre drinstehen, egal ob ich die Rechnung bezahle oder nicht und das regt mich tierisch auf, dass ich echt kein Bock mehr darauf habe, ich habe rechtschutz und war auch beim anwalt wegen der sache, da ich auch noch einige andere Rechnungen nicht bezahlt habe
    werde ich wohl die Insolvenz bevorzugen, da bekommt dann keiner was von meinem Kuchen ab…. Aber ist natürlich auch keine Papenstiel… Aber schauen wir mal was dabei herauskommt.

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  2. dr.schlaufuchs
     

    dr.schlaufuchs befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
    Standard Gähn Huaaaahhhh ist schon spät.
    Interessant Miriam Opfer, daher möchte ich auch mal was dazuposten…

    Zwar stimmt das fast zu 95% der Urteile für die Firma gesprochen werden, aber letzten endes fällt das letzte Wort beim Richter im Gerichtssaal. Jeder Richter denkt anders, aber hier ist es echt eindeutig, aber ein Versuch für Wahnsinnige wäre es Wert.

    Was mich jetzt noch interessieren würde, an welcher Stelle fühlen Sie Leute eigentlich unrecht behandelt? Wenn ich mal kurz Sie intepretieren kann
    geht es darum, dass Ihnen das ganze erst nachher komisch erschien, Sie erst mal nach Hause gingen und dann im Web geschaut haben und dann festgestellt haben, das die Firma nicht okay arbeitet???? Ist das nur der Grund allein, oder haben Sie noch etwas hinzuzufügen??

    Sie haben eine Dienstleistung in Anspruch genommen, das haben wir alle verstanden, aber was ist jetzt allgemein das Problem??Würde mich echt interessieren.

    ich habe jetzt auch mal herumrecherchiert und allenfalls auch postitives
    Gefasel gelesen, sowie auch negatives, aus diesem Grund konnte ich
    Ihres nicht ganz eindeutig identifizieren.

    Man tippe mal über google Clerasil ein, auch dort wird man so ziemlich
    ähnliches finden, jetzt wäre die Frage sind die Unseriös oder nicht..
    Am Rande viele Firmen stossen auf negatives im Web…..

    Ich will das einfach nicht so ausweiten, aber bewunderswert ist es,
    dass die Firma wohl bundesweit für akzeptanz im Gerichtssaal sorgt und
    da würde ich „persönlich“ ich möchte keinem zu nah treten aber wirklich
    ein großes Fragezeichen stellen…..

    Auch wie Dustin geschrieben hat kann man den WIderruf quatsch sein lassen,
    denn viele haben davon geschrieben die Dienstleistung wurde vor Ort erbracht
    und fertig. Wenn der Film nun mal entwickelt wurde im Fotogeschäft kann man
    dann auch nicht sagen nöööö ich will jetzt nicht, weil ich alle Fotos
    schlecht finde…wenn man dann nicht bezahlt kriegt man einen rein, so ist
    das…Oder ist jemand anderer Ansicht?

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  3. Dustin Chousein
     

    Fakt ist, dass schon viele darüber geschrieben haben, dass
    der Weg zum Anwalt zwar eine Möglichkeit ist, jedoch aber auch
    ziemlich Kostenintensiv war und letztendlich auch nicht geholfen hat.

    Auch findet man im Web aktuelle Urteile wo nur für die Firma gesprochen wird.Unten eine Auflistung darüber die man auch im Netz ohne weiteres findet…

    Zwar kann man dort anrufen und sich ein Exemplar zuschicken lassen,
    aber ich würde das Material erst mal nur ausdrucken und dem Anwalt
    vorlegen und dann diesen gleich damit konfrontieren, denn wenn nachher
    aus der Geschichte das vierfache wird, tut es noch mehr weh….
    http://gerichtsurteile.blog.com

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  4. Miriam Opfer
     

    Ich hab viel negatives und positives bei Google gelesen, das meiste ist veraltet teilweise schon seit 5 Jahren im Netz. Was bedeutet das?

    Es geht um die Firma Lorraine Media GmbH, Hauptstr. 117, 10827 Berlin. Wir haben vor 6 Jahren auch eine Einladung von der erhalten und meine Tochter wurde zu einem Casting eingeladen. Wir haben einen Vertrag gemacht und widerrufen. Habe ich jetzt wirklich ein dickes Problem, und komme nicht mehr an den Vertrag ran, denn heute kam der Gerichtsvollzieher auf die Arbeit und hat meinem Chef eine Lohnpfändung übergeben und das alles wegen wir die Rechnung nicht bezahlt haben,ist das alles nur Hysterie???

    Antworten
    1. Seitenschneider
       

      Gleiches bei uns. Wir hatten auch vor glaube 4 Jahren (Dezember 2011) in Hamburg einen Vertrag gemacht und widrruf eingelegt. Im MAi diesen Jahres trifft uns der Schlag. Aus heiterem Himmel kam die Klage mit Gerichtsverfahren und allem pi pa po. Prozess verloren, jetzt müssen wir den ganzen SChei…. abzahlen mit Zinsen und Rechtsanwaltgebühren und dem ganzen Käse….

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  5. Agca
     

    Ich habe vor 2 Monaten genau so einen hier erwähnten Vertrag bei der Lorraine Media Gmbh unterschrieben und nachdem Casting kamen mir die schlimmsten Gedanken, weil man ja eine Investition tätigt um später erst Kasse zu machen. Dieses Gefühl kennt man als Ottonormalverbraucher gar nicht, daher war ich sehr skeptisch zu Anfang. Auch haben mich einige negative Forenbeiträge umso mehr verwirrt.

    Mittlerweile muss ich zugeben ist die Skepsis komplett verflogen, da nach einem Monat der erste Auftrag seitens einer Promotionagentur kam und ich sofort mehrere Aufträge im Messebereich erhalten habe. Die Abrechnung erfolgte per Überweisung gegen Rechnung aufs Konto.

    Da ich ein Nebengewerbe seit längeren habe war das ganz praktisch. Wenn die erste Buchung reinflattert ist auch die ganze Skepsis verflogen.

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  6. Sibylle
     

    Habe mit der Lorraine Media Gmbh vor einem meine Bekanntschaft gemacht. So viel zum Thema Vertrag: Die Verträge sind so gut wie unanfechtbar, jeglicher Versuch anwaltlich oder auch Verbrauchertechnisch ist so gut wie zwecklos, denn die Verträge sind Wasserdicht. Man bezahlt für die Veröffentlichung auf einer gut frequentierten Seite namens: Models-Week.de
    Klang für mich damals bei der Vertragsunterzeichnung alles sehr plausibel und darum unterschrieb ich den Vertrag damals mit einer Freundin, die auch das gleiche Anzeigenpaket wie ich unterschrieben hat. Zwei Wochen später kam der erste Brief von der Lorraine Media Gmbh und noch zwei Wochen später wurden wir sogar für ein weiteres Fotoshooting eingeladen. Alles in einem war alles ganz in Ordnung und das man bezahlen muss / musste war uns ja bei der Vertragsunterzeichnung klar, denn das hatte uns die Beraterin gesagt.

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