Wertersatz bei Widerruf von seriösen Modelanzeigen

 

Vorsicht vor falschen Informationen aus dem Internet.

Ein Widerruf bei der Lorraine Media GmbH kann richtig teuer werden. Zum Beispiel in diesem hier näher bezeichnetem Fall musste ein Kunde sage und Schreibe 916,30 Euro für seinen Widerruf bezahlen. Das ist mehr als wenn er den Anzeigenauftrag nicht widerrufen hätte und sich dann auch noch bei der Zahlung des Wertersatzes hat verklagen lassen.

  537,30 EURO Wertersatz
+379,00 EURO Gerichts- und Verfahrenskosten
———————-
  916,30 EURO statt der vereinbarten 598 EURO

 

(KFB kann hier eingesehen werden)

Die Kosten für seinen eigenen Rechtsanwalt sind dabei noch nicht inklusive und kommen noch oben drauf!

In Foren und auf verbraucherschutzartigen Webseiten sind unendlich viele Gerüchte und falsche Tatsachen über die Firma Lorraine Media GmbH verbreitet worden. Die Täter bleiben meist anonym und suchen den Kontakt zu Fotomodellen oder sind häufig Trittbrettfahrer, die gewerblich Kunden der Modelsweek dazu veranlassen wollen Verträge kostenpflichtig per Fax zu kündigen.

Dabei ist ihnen jedes Mittel recht.

Erst werden den Kunden der Agentur am Bildschirm vorgefertigte Standardschreiben angezeigt mit einer Auswahl an vorgefälschten Unterschriften, die von den Kunden nur mit einem Mausklick bestätigt werden sollen. Dann müssen die Kunden eine Gebühr von bis zu 5 Euro für den Versand eines unwirksamen Faxes an die Lorraine Media GmbH entrichtet werden.

Das Model wiegt sich dann in der falschen Hoffnung, gerade noch einem angeblich schlechten Vertrag entkommen zu sein. Doch die soeben bezahlte Gebühr führt zu einem vermeidbaren Unglück. Denn das Model muss bei Widerruf Wertersatz zahlen und wird von über 90% aller Gerichte dazu verurteilt.

Bei Widerrufen.org finden sie Fakten und Urteile, zum Beispiel des Amtsgericht Einbeck 2 C 315/15

2 C 315/15

In dem Rechtsstreit

Amtsgericht Einbeck

Im Namen des Volkes

Urteil

Lorraine Media GmbH gesetzlich vertr. d.d. , Hauptstr. 117, 10827 Berlin

Klägerin –

gegen

Beklagte

Urteil Schriftliches Verfahren gemäß § 495a ZPQ Wetzel (08_14) hat das Amtsgericht Einbeck im Verfahren gem. § 495 a ZPO mit einer Erklärungsfrist bis zum 11.12.2015 am 29.12.2015 durch den Richter Oelschlägel für Recht erkannt:

1. Die Beklagte wird verurteilt, an die Klägerin einen Betrag von 537,30 Euro nebst Zinsen in Höhe von 5 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz seit dem 18. Juni 2015 zu zahlen.

2. Die Beklagte hat die Kosten des Rechtsstreits zu tragen.

3. Das Urteil ist vorläufig vollstreckbar.

Tatbestand:
Von der Darstellung des Tatbestandes wird gem. § 313 a Abs. 1 Satz 1 ZPO abgesehen.

Entscheidungsgründe:

I.
Die zulässige Klage ist voll umfänglich begründet.

Der Klägerin steht der geltend gemachte Zahlungsanspruch in Höhe von 537,30 Euro gemäß
§ 357 Abs. 8 BGB zu.

Der als Anlage K 1 eingereichte Vertrag vom 22. Februar 2015 wurde zwischen den Parteien geschlossen, wonach für das Anzeigenpaket “Models-Week & Banner & More” mit einer Mindestlaufzeit von 12 Monaten ein Preis von 597,00 Euro zu zahlen war.

Die Beklagte hat nicht ausreichend dargelegt, dass sie durch eine arglistige Täuschung zur Vertragsunterzeichnung veranlasst wurde und darüber hinaus eine entsprechende Anfechtung nicht erklärt.

Da die Beklagte den Vertrag am 12. März 2015 widerrufen hat, steht der Klägerin nach § 357 Abs. 8 BGB für die erbrachten Leistungen ein Anspruch auf Wertersatz zu. Darauf wurde die Beklagte durch die Klägerin mit der als Anlage K 2 eingereichten und von der Beklagten unterzeichneten Widerrufs belehrung hingewiesen.

Bei der Berechnung des Wertersatzes ist zunächst auf den vereinbarten Gesamtpreis abzustellen.

Soweit die Beklagte vorgetragen hat, die Bilder entsprächen nicht der Arbeit eines professionellen Fotografen, sondern eines unbegabten Laien, so vermag dieser Vortrag nicht, eine unverhältnismäßige Höhe des Gesamtpreises substantiiert darzulegen.
Unter Berücksichtigung der von der Klägerin bis zum Widerruf erbrachten Leistungen ist ein Wertersatzanspruch in Höhe von 90 Prozent der ursprünglich vereinbarten Vergütung angemessen.

Der Klage war daher stattzugeben.

Die Zinsentscheidung folgt aus §§ 286, 288 BGB (vgl. Palandt/Grüneberg, Kommentar zum BGB, 74. Auflage 2015, § 291 Randnummer 1)

Die Kostenentscheidung beruht auf § 91 ZPO, die der vorläufigen Vollstreckbarkeit auf §§ 708
Nr. 11, 711, 713 ZPO.

Das Gericht hat im vereinfachten Verfahren nach § 495 a ZPO ohne mündliche Verhandlung
entschieden. Auf diese Möglichkeit einer solchen Entscheidung waren die Parteien zuvor hingewiesen
worden.

Die Berufung gegen das Urteil wird nicht zugelassen, da die Voraussetzungen nach § 511
Abs. 4 ZPO nicht gegeben sind.

Kommentare (18)

  1. Ulf Z.
     

    Von wegen, ich bin seit 2008 mit der Maschinerie konfrontiert und kann bestätigen, dass es eine ganze Branche ist die davon lebt. Die von der Lorraine machen nur die Drecksarbeit, Leute werden geschickt manipuliert und sollen nicht zahlen, damit hinterher die ganzen Anwälte und Gerichte, mit den Gerichtsvollziehern einem jahrelang die Gurgel würgen können (auch wenn ich seit 10 Jahren Hartz4 bekomme) krigt man die nie mehr los!

    I. Lorraine Media kassiert Anzeigenkosten. Am Anfang sollte ich die bezahlen es gab Rechnung und frühliche Mahnungen wenn man nicht zahlt, da dachte ich da kommt nix nach. Die Euros haben die sich inzwischen von den Aßgeiern der Hochfinanz in den Rachen schmeissen lassen, weil ich damals so dumm war und die Sache nicht überblickt habe.

    II. Man nimmt sich einen eigenen Anwalt (egal wen die Ratten kassieren alle nach einer Gebührentabelle die von der Hochfinanzmafia schon festgesetzt wurden), zahlt für nix und wieder nix. Bei mir waren es anfänglich 100 Euro, wollte er erstmal für den ersten Brief haben, dann wurden es 170 Euro, dann kam nach 3 Jahren das Gerichtsverfahren jetzt nach fast 5 Jahren will der Anwalt schon 300 Euro und droht mit vollstreckung gegen mich, seinen eigenen Mandanten!!!!

    III. Anwälte der Loarrien GmbH kassieren, wenn ganichts zu holen ist danach kommen allemöglichen Zwangsvollstreckungskosten und Pauschalen, Auslangen, Zinsen hinzu. Sobald die merken dass nix zu holen ist intensivieren sie die Zwangsvolstreckung weil man damit ja Umsatz macht.

    IV. Lorraine macht noch die Gerichtsverhandlung mit nach 3 Jahren steigen die aus (war bei mir so) und übergeben die Schulden an eine Heuschreckengesellschaft die unter anderem auch Forderungen der Bahn aufkauft. Die beauftragen dann ihrereseits ein Inkassobüro die einem ein „Zwangskonto“ einrichten bei dem laufend Kontoführungsgebühren anfallen. In meinem Fall wurden gleich mehrfach Schulden miteinander vermengt auch 2 mal von Fahren ohne Fahrkarte mit der Bahn in 2012 (Schwarzfahren) und einmal Verkehrsverbund wegen schwarzfahren (man merke 1*60 Euro+ 2*40 Euro aus den Jahren 2012-2013) man hat dort zwar ein Konto kommt aber niemals aus dem Minus weil immer feste Gebühren, Kosten und Zinsen kassiert werden.

    V. Der Inkassokonzern seinerseits hat auch wieder Rechtsanwälte die ebenfalls zulangen und Kosten in astronomischer höhe in Rechnung stellen die ich nicht mehr überblicke…..

    VI. Dann kommen die Gerichte mit den Gerichtsvollziehern und deren Handlanger. Man hat zuerst nur die Kosten für den verlorenen Prozess an der Backe und für den 2. Prozess. Beides zusammen ergab 8 Zwangsvollstreckungen durch die ich gelaufen bin. Gerichtsvollzieher aussen vor da kommen auch fast jedes Jahr neue Gebühren und Zinsen so das alleine die Gerichte mit ihren Vollstreckern abkassieren. (Bei mir ist der Gerichtsvollzieher immer der gleiche, der lacht und lebt davon!!!)

    So nun sag mir einer der Anzeigenpreis waren 20%, Rest der Kosten entsteht durch gierige Anwälte, Gerichte die für mich alle unter einer Decke stecken, Heuschrecken und laufende Kosten, Zinsen und Zwangsvollstreckungen aller möglichen Gläubiger, Justizkassen, Gerichtsvollzieher und eben am Anfang das lächerliche Fotoshooting. In den letzten Jahren wurde über Firma Lorraine immer wieder mal Im Fernsehn berichtet u.a. RTL, SAT.1, PROSIEBEN, KABEL EINS, DAS ERSTE, ZDF, RTL II, VOX, 3sat, ARTE, WDR, NDR, BR, SWR und HR. Medien und Anwälte geben sich die Klinke in die Hand. Erstmal scheuchen Sie die Bevölkerung auf und ziehen rieeeeesige Castingshows ab bei denen das Publikum in einem unvorstellbaren Ausmaß beschissen wird (DSDS, GNTM , The Voice of Germany, Popstars, Das Supertalent, Star Search) sie versprechen das blaue vom Himmel plus Verbraucherschützer die einfach das nachplappern was sie gehört haben und auch völlig falsche Ratschläge verbreiten.

    Ganz einfach, man wird von allen so manipuliert, dass man denkt es sei eine Abzocke, damit einen hinterher alle abgezocken dürfen!

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  2. JennyS
     

    Ich kann euch zu diesem Thema was sehr interessantes berichten. Habe damals glaube das war im Jahr 2001 direkt nach dem 11. September auch einen Vertrag abgeschlossen. Kann mich noch genau daran erinnern, weil halt dieser Anschlag zu der Zeit war. Es ist zwar schon fast 15 Jahre her aber scheinbar geht sowas nicht weg. Ich hatte damals auch meine Rechnung nicht bezahlen können, damals war es wohl noch 20 Euro billiger, mit der Zeit wird’s halt teurer.

    Ich konnte die Rechnung einfach nicht bezahlen, weil mein damaliger Mann (heute mein Ex) immer das ganze Geld verprsst hat. Nachdem ich dann mehrere Mahnungen bekommen habe kam eines Tages ein Brief vom Amtsgericht. Ich hab damals meine Post noch aufgemacht. Dann kam eine Klageschrift vom Amtsgericht Leipzig. Mir wurde vorgeworfen einen Vertrag abgeschlossen zu haben und auch Fotos von mir beauftragt zu haben.

    Ich bin dann mit dem Wisch zu meiner Anwältin gegangen und sie hat das alles überprüft. Leider konnten wir da nichts machen und haben dann alles versucht den Prozess nicht zu verlieren. Meine Anwältin hat auch alle Pragraphen geprüft. Im Juni 2003 war dann der Prozess gegen mich und die Firma hat gewonnen – Ich war zu dem Zeitpunkt schon am Boden zerstört, denn dann kam noch meine Scheidung und mein Ex hat mir damals enorme Schulden hinterlassen, fast 60.000 Euro.

    Meine Anwältin und ich haben auch alles versucht, ich hab sogar dem Richter gezeigt das ich den Vertrag gekündigt habe und er soll doch bitte bitte das Haustürgesetz für mich gelten lassen, aber nein, der Richter blieb hart, auch der Anwalt von der Firma hat da immer kräftig Beweise auf den Tisch gelegt. Die hatten alles, Vertrag von mir mit meiner Unterschrift und auch die Fotos als Beweis und dann waren da noch zwei Zeugen die Bestätigt haben das die Setkarte im Internet veröffentlicht waren. Die haben einfach Top Anwälte und meine Anwältin hat mir das erklärt, wenn ich da einen Auftrag unterschrieben habe dann muss ich auch zahlen.

    Soweit so gut aber dann ging der Stress erst richtig los. Anfang 2004 kam dann der Gerichtsvollzieher zu mir auf Arbeit und hat da bei meinem Chef mir das Gehalt gepfändet. Ich habe in einem Baumarkt bei Leipzig gearbeitet. Alle Kollegen und Kolleginnen wussten davon und da begann für mich das Mobbing, weil sie wussten das ich Schulden habe.

    Dann wurde mir auch von der Bank das Konto gesperrt und ich bekam einen Eintrag in der Schufa, ständig waren neue Zahlungsaufforderungen da, diesmal aber immer vom Gerichtsvollzieher. Ich habe dann 1 Monat später meine Arbeit verloren und konnte nichts mehr machen. Etliche Briefe kamen weil mein Mann so viele Schulden gemacht hatte. Schon zu dem Zeitpunkt habe ich fast 2 Schachteln Zigaretten geraucht und jeder weiss wie teuer das ist.

    Das ganze ging dann immer so weiter bis 2008, da kamen dann wieder diese Anwälte von der Agentur und dann musste ich vor Gericht eine einstweilige Versicherung abgeben, ich hab gedacht hört das denn nie auf – hätte ich doch damals bloss die Rechnung bezahlt. Ich sollte nun fast 2.000 Euro bezahlen, das waren alles Gebühren die vom Gericht festgelegt wurden, also Zinsen und Gerichtsgebühren, die Kosten von den Anwälten, die Kosten für die Gehaltsüfändung, den Prozess auch wieder mit Zinsen und dann die Kosten für die Zwangsvollstreckungen, denn der Gerichtsvollzieher war auch fast jedes Jahr bei mir zuhause.

    Dann kamen noch die Schufagebühren. Seitdem bekomme ich kein Handy mehr, eine Wohnung finde ich auch nicht mehr weil meine Schufa jetzt kaputt ist. Ich weiss noch das Mitte 2009 wollte ich das noch abwenden und bin dann auch zu der Agentur nach Berlin in die Teilestrasse 7 gefahren, da weiss ich noch, das war im Bezirk Tempelhof und ich hatte dort bei denen im Büro einen Termin um eine Einigung zu suchen. Die Sachbearbeiterin von der Agentur war ganz nett und hat mir das erklärt das man eigentlich mir nicht solche Kosten aufbrummen wollte, aber das sind halt die ganzen Jahre die verstrichen sind. Sie hat mir die Rechnungen von den Anwälten, Gerichtsvollziehern und so weiter gezeigt. Ich habe schlussendlich eingesehen, dass mir nichts anderes übrig bleibt als Insolvens anzumelden, denn ich kann die Schulden von meinem Mann wohl nie mehr bezahlen und die Agentur und alles andere auch nicht.

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  3. Britta Hanebuth
     

    Bin Mutter von 2 Töchtern und wohne in Hamburg. War mit meiner kleinen und einer Bekannten auch beim Casting in Hamburg vor einem Jahr. Bei uns ist es wunderbar gelaufen und ich war mit den Leistungen der Firma sehr zufrieden. Meine Kleine hatte dadurch auch an einem Casting der ARD teilnehmen können. Ohne die Bekanntmachung auf der Webseite über den Castingtermin hätten wir dadurch garnicht erfahren. Bei meiner Bekannten ist es nicht sogut gelaufen. Sie hatte sich von einem Anwalt anquatschen lassen der sie erstmal mit dem Vertrag beraten hat. Er konnte letztlich auch nichts anderes sagen, als das der Vertrag in Ordnung war wollte aber dafür ein Beratungshonorar von fast 250 Euro haben obwohl er zuerst gesagt hatte das die Beratung kostenlos sei. Meine Bekannte konnte das dann nicht mehr bezahlen, weil ihr Mann sie hat sitzen lassen. Sie hat auch die Anzeigengebühr nicht bezahlt und wurde deshalb gemaahnt und per Gerichtsverfahren zur Zahlung verurteilt. Da kamen auch noch Gerichtskosten hinzu und den Anwalt der Firma muss sie jetzt auch noch bezahlen. Dazu kommen etliche Gebühren für Gerichtsvollzieherbesuche, Mahnkosten und Zinsen, ständig klingelt der Briefträger und bringt neue Zustellurkunden mit Pfändungen aller Art. Möbel, Konto, sogar bei Ihr im Supermarkt war der Gerichtsvollzieher und hat eine Gehaltspfändung hingebracht. Ständig muss sie sich mit dem Gerichtsvollzieher herumschlagen und nun will auch noch der blöde Anwalt sie verklagen, weil sie ihn nicht bezahlt hat. Jetzt hat sie knapp 1.800,00 Euro zu bezahlen und nichts davon gehabt. Sie hat sich wirklich blöd verhalten einfach nicht zu bezahlen und sich noch von so einem Anwalt hat abziehen lassen. Sie wäre wirklich besser beraten gewesen das vereinbarte Entgeld von 448,00 Euro sofort zu bezahlen, dann hätte sie auch was davon gehabt und jetzt steht sie nur einfach dumm da und hat fast 2.000,00 Euro Schulden.Für mich dagegen hat es sich gelohnt und ich würde den Dienst der Firma eigentlich eher weiterempfehlen. Die Leute sind selbst schuld, wenn sie ihre Rechnung nicht bezahlen und dann andere dafür verantwortlich machen. Es ist gerecht das die Firma die Forderung gerichtlich geltend macht. Die Dummen sind dann die Leute die ihre Rechnung nicht bezahlen.

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